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Prof. Dr. Thomas Dirschka

Facharzt für Dermatologie und Venerologie, Allergologie, Ambulante Operationen, dermatologische Onkologie und ästhetische Operationen.

Aktinische Keratosen

Aktinische Keratosen

Aktinische Keratosen stellen eine Frühform des weißen Hautkrebses dar. Sie entstehen unter dem Einfluss ultravioletter Strahlung der Sonne vor allem bei hellhäutigen Menschen mit erhöhter UV-Exposition. Etwa 10% der aktinischen Keratosen gehen in ein invasives Plattenepithelkarzinom (eine aggressive Form des weißen Hautkrebses) über. Deshalb ist eine frühe und konsequente Behandlung besonders wichtig.

Zunächst fallen kleine raue Stellen an belichteten Stellen der Haut (v.a. unbehaarte Kopfhaut, Gesicht) auf, die oft als kleine Verletzung oder „Altershaut“ fehlgedeutet werden. Schreiten die Veränderungen weiter fort, kann eine so genannte „Feldkanzerisierung“ auftreten, bei der viele einzelne aktinische Keratosen zusammenfließen.

Aktinische Keratosen entstehen im Rahmen eines „Vielschrittmechanismus“. Zunächst entwickeln sich Tumorzellen in den unteren Lagen der Oberhaut, die mit zunehmender Entwicklung die gesamte Oberhaut durchdringen; dann ist ein so genanntes in-situ Karzinom entstanden.

Frühe aktinische Keratose

Aktinische Keratose

Aktinische Keratose (Feldkanzerisierung)

Aktinische Keratose (entzündliche Form, Feldkanzerisierung)

Feingewebliche Untersuchung. Atypische Zellen finden sich im unteren Drittel der Oberhaut

Aktinische Keratose Grad I.

Feingewebliche Untersuchung. Atypische Zellen finden sich in den unteren 2/3 der Oberhaut

Aktinische Keratose Grad II.

Feingewebliche Untersuchung. Atypische Zellen durchsetzen die gesamte Oberhaut

Aktinische Keratose Grad III = in-situ Karzinom.
Die Therapiemöglichkeiten
Die Therapiemöglichkeiten richten sich nach Lokalisation und Ausdehnung der aktinischen Keratosen und umfassen:

  • Lasertherapie
  • Fotodynamische Therapie
  • Lokaltherapie mit diversen antitumorösen Präparaten (z.B. Imiquimod, Diclofenac)